Homepage Ride-Downhill-Blog | Videos Videos | Spotmap Bikespot-Map | Lexikon Lexikon

Auf dieser Seite möchte ich euch einen ersten Testeindruck meines neuen Kona Stab Deluxe 2007 Downhillbikes vorstellen.

***************************************************************************************************

Lieferumfang und technische Spezifikationen:

  • Rahmen: Kona Stab Deluxe (2007)
  • Dämpfer: FOX Vanilla R
  • Gabel: Marzocchi 888 RCV 200 mm Federweg mit 20 mm Steckachse
  • Kurbelgarnitur: RaceFace RIDE DH X-Type
  • Innenlager: RaceFace RIDE DH X-Type
  • Pedale: Kona Jackshit
  • Kettenführung: RaceFace DH guide
  • Lenker: FSA Gravity Maximus OS Riser
  • Vorbau: FSA Gravity Maximus OS
  • Bremsen: Hayes Hydraulic HFX-9 HD V8
  • Bremshebel: Hayes Hydraulic HFX-9 HD V8
  • Nabe vorne: KK Disc, 20 mm Steckachse
  • Nabe hinten: Sun Ringle ABBAH LAWILL 12 mm
  • Reifen: Maxxis Minion 26 x 2.5
  • Felgen: Sun MTX S-Type

***************************************************************************************************

Verarbeitung und Praxistest:

Rahmen:

Negativ ist mir der Lack aufgefallen. Minimaler Kontakt mit einer Wand oder anderen Bikes (wie z.B. im Shuttle) und er platzt direkt auf. Besonders fällt die Lackqualität am Steuerrohr auf. Der Zug der Hinterradbremse ist so verlegt das er innerhalb von 2 Tagen eine Fläche von der Größe eines 1 Cent Stückes teilweise bis zum Blanken Alu durchgescheuert hat. Manche Hersteller kleben an die kritischen Stellen eine Schutzfolie auf das Bike, was sich Kona auch mal überlegen sollte.

Die Bremsmomentabstützung ist sehr Praktisch. Die Bremsscheibe bzw. der Sattel hebt durch das Drehmoment der Rotierenden Felge usw. die Schwinge bzw. das Hinterrad nach oben und man büßt an Bodenhaftung ein. Dem wirkt die Bremsmomentabstützung entgegen.

Was auch auffällig ist ist das kurze Sattelrohr, da es an der Achse des Umlenkhebels aufhört.

Das was mir jedoch an dem Bike am negativsten aufgefallen ist, ist die sehr geringe Bodenfreiheit. Bin vom Octane vielleicht noch sehr verwöhnt, weil es eine sehr große Bodenfreiheit hatte, aber das Kona setzt so schnell mit den Pedalen im Gelände auf den Boden ( oder Felsen :-( ) auf,  da sollten die Konstrukteure von Kona für die Künftigen Modelle vielleicht das Tretlager etwas höher ansetzen.

Die Komponenten:

Die Federelemente können sich durchaus sehen lassen! Vorne wird Serienmäßig die Marzocchi 888RCV verbaut, und hinten kommt ein FOX Vanilla R Dämpfer zum Einsatz. Der Dämpfer bietet nicht viele Einstellmöglichkeiten. Die Dämpferaufnahme ist jedoch als eine Art Schlitten ausgelegt und es lassen sich sich durch verschiedene Bohrungen diverse Geometrien Realisieren. Die Gabel bietet als einzig Einstellmöglichkeit zu der Federvorspannung über eine Luftkammer zusätzlich das RCV-System von Marzocchi an.

Das RCV (Rücklauf Kompressions-Ventil) ermöglicht mit seinen Ventilen vom Typ “speed sensitive” die Geschwindigkeitssteuerung der Druck- und Zugstufe je nach ausgeführtem Federweg. Die Pumpenelemente RCV sind mit außen liegenden Einstellknöpfen in der Druck- und Zugstufe ausgestattet.

Die RIDE DH X-Type Tretkurbeln und das Kettenlager von Race Face sind echt schön anzusehen. Das große Manko ist aber das sie zu lang sind. Kona müsste 150er Kurbeln verbauen. Dann wäre das Problem mit der Bodenfreiheit nicht mehr ganz so groß. Der schön gefräste Alu-Rockring macht auch was her und es war sogar ein 2ter Ersatzring mit im Karton des Bikes.

Die Kettenführung ist auch nice. Die Kette kann gut gespannt werden und mit der Führung durch eine Rolle unten und dem Anschlag von oben gegen die Kette, in Kombination mit dem Rockring dürfte die Kette normalerweise auch nicht mehr Rauspringen lassen.

Was da auffällt, ist der sehr kleine Abstand von den Schrauben der Kettenführung zur hinteren Schwinge. Wenn man die Kettenführung falsch einstellt kann diese schnell Schaden an der Schwinge verursachen! Auch das Hinterrad hat nicht mehr sehr viel Platz bis zum Mantel.

Auch die Hayes HFX-9 Bremsen haben ausreichend Bisskraft und laufen auch nach einem flotten Downhill nicht zu schnell Heiß. Fahren sich wesentlich besser wie die Grimeca-Bremsen vorher an meinem Scott!

Die verbauten Shimano Deore Schalthebel bzw. das Deore XT Schaltwerk sind vollkommen ausreichend da diese eh schnell und oft zu Bruch gehen und es deshalb keine edlen Parts sein müssen. Aber es kommt wieder meine SRAM Schaltung drauf!

Die Laufräder sind Geschmackssache. Die 20mm Steckachsennabe von KK vorne bzw. 12mm Steckachsennabe von Ringle hinten machen einen soliden Eindruck und dürften eine Weile halten. Besonders der Freilauf macht ein krasses Geräusch. Man hört das Bike immer kommen und braucht keine Klingel mehr :-) .

Die verbauten Sun MTX-S Felgen sind jedoch nicht mein Fall. Halten in meinen Augen nicht viel da viele bekannte diese schon geschrotet haben und nachdem ich mir bei einem Durchschlag einen Platten geholt habe ist die Felge auch direkt dahin gewesen. Daumendicke Beule drin, die ich provisorisch ( da die Felge weich wie Butter ist) mit einer Zange geradegebogen habe. Einige Tage später hat das Laufrad endgültig den Geist aufgegeben nachdem sich mehrere kleine Risse in der Felge gebildet hatten.

Die Maxxis Minion DH-R haben wesentlich mehr Traktion als meine alten Nokian Gazzalodis. Auch im Matsch besitzen sie noch ausreichend Traktion wo die Nokian schon längst weggeschmiert wären. Leider ist das der Minion ohne Stahlkarkasse, womit ich mir dann schon etliche Durchschläge mit den neuen Reifen hatte. Entgegen stehen 4 Jahre ohne Platten auf dem Nokian mit Stahlkarkasse.

Hier habe ich vor kurzem beim Test des Prototypen der neuen Blackeye One 550 Röhren-Helmkamera das Kona ein wenig abgefilmt auf dem Trail:

***************************************************************************************************

Fazit:

Gutes Downhill-Bike der mittleren Preisklasse mit guten Komponenten zu einen guten Preis, wobei Kona für ihre künftigen Modelle noch ein wenig an der Bodenfreiheit und dem Lack arbeiten sollte.

Auch die Zusammenstellung der Komponenten  bedarf leichten Optimierungen.

Aber ein sehr Empfehlenswertes Bike mit dem ich sicherlich noch eine Menge Freude haben werde :-)

.

Für weiteren Diskussionsbedarf, Fragen/Anmerkungen findet ihr in der Community einen Thread zu diesem Thema:

Die Bilder aus diesem Artikel und viele weitere findet ihr hier in der Galerie:

***************************************************************************************************

»crosslinked«


2 Kommentare zu „Testbericht Kona Stab Deluxe 2007 Downhill Bike“

Kommentieren

 
Ride Downhill