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Die Bremsen stellen eines der wichtigsten Sicherheitsrelevanten Bauteile am Fahrrad dar. Ohne sie hätte der Fahrer keine Kontrolle über das Rad.

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Im laufe der letzten Jahre wurden Fahrradbremsen stetig weiterentwickelt und es wurden viele Innovationen  aus dem Motorradsport übernommen.

Es gibt verschiedene Bauformen von Fahrradbremsen:

Angefangen über Felgenbremsen in mech. und hydr. Ausführung bis hin zu Scheibenbremsen in mech. und hydr. Ausführung.

Jeder Bremsentyp bringt gewisse Vor- und Nachteile mit sich, auf die später in separaten Artikeln einzeln genauer eingegangen wird.

Der Aktuelle Stand der Technik sind Voll-hydraulische Scheibenbremsen welche ein vielfaches der Bremsleistung haben im Vergleich zu früheren V-Brakes/Cantlileverbremsen oder ähnlicher Felgenbremsenkonstruktionen.

Einer der größten Vorteile von Hydraulischen Scheibenbremsen sind die viel höhere Bremskraft sowie den Vorteil auch bei Nässe und Matsch annähernd die selbe Bremsleistung zu haben, wie im Trockenen.

Bei Felgenbremsen ist dies nicht der Fall, da dort die Felge, auf welcher gebremst wird, mit Wasser/Schmutz behaftet ist.

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Bei Tourenrädern und vor allem bei Stadträdern werden oft auch Rücktrittbremsen verwendet. Die Rücktrittbremse ist eine innen liegende Bremse in der Hinterradnabe. Sie wird durch Zurücktreten der Pedale betätigt. Diese Bauart ist sehr robust und langlebig, findet jedoch in hochwertigen Mountainbikes kaum noch Verwendung, das dort ein Freilauf von Vorteil ist!

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Der Aufbau einer Bremse bestimmt im wesentlichen die Bremswirkung. Dabei haben sich heutzutage in fast jedem Bereich die Hydraulischen Bremsen durchgesetzt, da sie eine viel höhere Bremskraft  erzeugen!

Ein weiterer wichtiger Einfluss auf die Bremswirkung ergibt sich durch den Angriffspunkt der Bremse. Dieser bestimmt auch den Verschleiß und die Wärmeentwicklung der Bremse bei unterschiedlichen  Witterungsbedingungen!

Felgenbremsen müssen z.B. bei Nässe, erst den sich auf der Felge befindenden Wasserfilm bzw. Schmutzfilm überwinden, bevor sie ihre volle Bremswirkung aufbauen können!

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Diesen Nachteil haben Scheibenbremsen zwar nicht, da sich die Bremsscheiben in der Felgenmitte befinden und somit vor Nässe und Dreck geschützt sind, aber dafür gibt es bei der Scheibenbremse eine wesentlich höhere Wärmeentwicklung, durch welche die Bremsen schneller Heiß laufen können!

Viele Hersteller bieten zu diesem Zweck (vor allem für den Downhillbereich) Scheiben mit sehr großem Durchmesser und Belüftungslöchern an, die dem Effekt ein wenig entgegenwirken sollen!

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Weitere Tipps:

- Vor dem Kauf eines neuen Bremssystems sollte man überprüfen, ob man die entsprechenden Aufnahmen am Rahmen bzw. an der Gabel vorhanden sind! Moderne Rahmen sind oft nur noch für die Montage von Scheibenbremsen ausgelegt und besitzen keine Canti-Sockel!! Deshalb vorher überprüfen!

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- Das selbe gilt für Scheibenbremsen-Aufrüstung! Unbedingt vorher nachschauen, ob sich am Rahmen die IS2000 Aufnahme für Scheibenbremsen befindet. Seit 2000 wurde ein einheitliches System eingeführt, welches die Kompatibilität der verschiedenen Hersteller erhöhen soll, indem sie den Horizontalen Abstand zwischen Sockel und Scheibe definiert!

Jedoch befindet sich das System auch im Aussterben und viele Hersteller wechseln auch zu dem praktischeren Postmount-Standard.

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- Manche Hersteller wie Manitou haben einen eigenen Scheibenbremsenaufnahme-Standard an ihren Federgabeln, den sog. Postmount-Sockel. Die Bohrungen sitzen dort nicht Quer, sondern in Fahrtrichtung. Für die Montage der Bremsen mit IS2000 werden diverse Adapter für verschiedene Scheibendurchmesser angeboten! Inzwischen nutzen aber auch nahezu alle anderen Hersteller diesen Anschluss optional an ihren Gabelmodellen, da die auf Zug, statt auf Scherung belasteten Verbindungen, doch höhere Festigkeiten aufweisen.

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- Auch sollte man bedenken, dass man für die Montage von Bremsscheiben neue Naben mit den entsprechenden Bohrungen benötigt! Die Anschaffung eines neuen kompletten Laufradsatzes sollte man sich dann mal durch den Kopf gehen lassen!

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- Zu guter letzt bleibt zu erwähnen das man immer auf die Federgabel-Herstellerangaben in Bezug auf die max. zulässigen Bremsscheibendurchmesser achten sollte, da sonst eine Bruchgefahr der Bremsaufnahme aufgrund von Überbelastung besteht!

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Für Anmerkungen und bei weiteren Diskussionsbedarf zu diesem Thema, findet ihr hier im Forum einen passenden Thread: Bremsen


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