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Rein Physikalisch beschreibt die Dämpfung eine Umwandlung von Schwingungsenergie in eine andere Energieform. Auch dient die Dämpfung der Stoßdämpfung von Schlägen des Untergrundes, beim überfahren von Hindernissen und verbessert somit die Kontrolle des Fahrers über sein Bike.

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Beim Fahrrad geschieht dies durch verschiedene Mechanismen:

Bei Stahlfeder-Dämpfern wird die Schwingung, die durch die Unebenheit der Fahrbahn erregt wurde, teilweise in Verformungsenergie der Stahlfeder umgewandelt.

Analog dazu wird bei Luft-Dämpfern ein Teil die Energie in die Komprimierung der Luft umgesetzt.

Jedoch würde dieses System alleine kein gutes Fahrwerk darstellen, da die in der Verformung gespeicherte Energie, wieder vom System  zurück an das Fahrrad abgegeben wird. Das Fahrwerk würde unkontrolliert ausfedern und die Bodenhaftung noch verschlechtern.

Diesen Effekt kennt man von Low-Budget-Federelementen die nur mit Federn oder Elastomeren arbeiten.

Sie fühlen sich eher Flummiartig an und vermitteln nicht grade ein Gefühl von Sicherheit auf dem Bike!

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Ein weiterer Teil der Energie wird aus dem System abgeführt in Form von Schall-Energie und Reibungswärme.

Hier kann man mal grob das Innenleben einer Luft-Federgabel sehen

Hier kann man mal grob das Innenleben einer Stahlfeder-Gabel sehen. Deutlich das Ölbad zu sehen und nur die Einseitige Federung mittels Stahlfeder.

Hier mal eine Schnittansicht einer geschlossenen Öl-Kartusche

- Quelle Fotos: www.paul-lange.de -

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- Röntgenbild einer Manitou-Sherman- Breakout-Plus -

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Außerdem dient bei Federelementen die Dämpfung einem weiteren Zweck:

Bei hochwertigen Federelementen kommen verschiedene weitere Dämpfungssysteme im Innenleben der Teile zum Einsatz. Diese sollen zusätzlich zu der Luft oder Feder, die Ein- und Ausfahrgeschwindigkeit der Federelemente Beeinflussen und steuern.

Das wird in der Regel durch durch Ventile (sog. Shims) realisiert, die sich in offenen Ölbadern befinden oder in diese eintauchen! Es gibt auch Modelle mit geschlossenen Ölbefüllten Kartuschen wie im Motorcross-Sport,  und gelegentlich werden auch Luft und Reibungselemente verwendet.

Öl wird aus diesem Grund verwendet, da es nahezu inkompressibel ist und somit keine Beeinflussung der Kennlinie durch Verdichtung des Öls entsteht!

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Grob kann man das so erklären, dass sich beim Eintauchen oder Ausfahren der Federelemente der Kolben durch das Öl hindurch bewegen muss.

Über verschieden Regelmöglichkeiten lassen sich die Bohrungsquerschnitte verändern und somit auch der Volumenstrom des Öls durch diese Bohrung.

Durch diese festgelegte Geschwindigkeit kann das Fahrwerk nur so schnell Ein- oder Ausfedern wie es die Bohrungen zulassen. (Zugstufe und Druckstufe)

Der Flummieffekt wird dadurch unterdrückt und es ergeben sich günstige Regelbare Federkennlinien.

Stahlfedergabel besitzen in der Regel nur in einem Gabelrohr eine Feder während sich in dem anderen Rohr rein Hydraulische Dämpfung befindet.

Hier die Schnittansicht eines DT-Swiss SSD Luft-Dämpfers

Hier das Innenleben des Manitou 4-Way Swingers mit SPV

Quelle Foto: Mountainbike Magazin


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